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  Alle Kapitel zum
Palio Marinaro:


• Das Volksfest
• Die Geschichte
• Die Legende
• Die Fans
• Die Ortsteile

   
Der Historienumzug (2001) ist Teil des Programms
des Palio Marinaro von Porto Santo Stefano.
Foto: Gerd Malcherek
 

    Der Palio Marinaro – Die Legende    
Von Nazzareno Alocci
(siehe Anmerkung)
  Einer tief im Volk verwurzelten Legende nach begann die Tradition des Palio bereits in jenen Tagen, als die tyrrhenische Küste noch häufig von den Schiffen der sogenannten Barbaren überfallen wurde. Scheinbar war die Insel Montecristo ein richtiges Piratennest, von wo aus die Küste immer wieder blutig heimgesucht wurde.
 
Eines Tages war ein Fischerboot beim Fischen vor den Colonne, den hohen Felsen kurz hinter der Bucht Cala Grande. Es war später Nachmittag, als sich die Fischer aufmachten, um nach Hause zurückzukehren. Plötzlich sahen sie am Horizont hinter der kleinen Insel Argentarola ein Piratenschiff auftauchen. In aller Eile griffen sie nach den großen und schweren Rudern und begannen mit aller Kraft zu pullen. Aber die Piraten hatten sie schon entdeckt. Sie ließen eine schnelle Schaluppe zu Wasser und nahmen die Verfolgung auf.
   
Online
Querverweise:


Cala Grande

Straßenkarte von
Porto Santo Stefano


Copyright

       
Die Fischer wussten, dass sie eingeholt werden würden, denn der Unterschied zwischen den beiden Booten war zu groß. So lag ihre einzige Möglichkeit zu entkommen darin, ungesehen eine Grotte zu erreichen, die versteckt zwischen den Felsen hinter Cacciarella lag. Um das zu schaffen, mussten sie die gesamte Cala Grande überqueren, und das so schnell wie möglich.
 
Sie schafften es tatsächlich, den Piraten zu entkommen, und sich in der Grotte zu verstecken. Bei Einbruch der Dunkelheit mußten die Piraten ihre Suche aufgeben. Tief in der Nacht kehrten die Fischer in ihr Dorf zurück, wo sie voller Sorgen erwartet wurden. Sie erzählten von ihrer unheimlichen Begegnung mit den Piraten, und man beschloss, ein großes Fest zu feiern, um dem Himmel für die Rettung der Fischer zu danken. Das Fest sollte von nun an jedes Jahr wiederholt werden, und ein Wettrudern an die glückliche Flucht erinnern. Die Grotte bei Cacciarella heißt seitdem „Grotta del Turco”, die Türkengrotte.
   
Bibliografie:

Nazzareno Alocci:
Pale a Prua –
Il palio marinaro
dell’Argentario
tra realtà, fede
e leggenda.
APT Grosseto, 1991

 
 
Online
Querverweis:


Die offizielle Website
des Palio Marinaro
(in Italienisch):
www.palioargentario.it


     

Kurzform des Buches von Nazzareno Alocci: Pale a Prua – Il palio marinaro dell’Argentario tra realtà, fede e leggenda. Azienda Promozione Turistica, Grosseto, agosto 1991.
Zusammenfassung: Francesco Anderson.

 
   
   
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