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  Alle Kapitel zum
Palio Marinaro:


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• Die Ortsteile

   
Der „Guzzo“, das Ruderboot der Mannschaft
des Ortsteils Croce, Palio Marinaro 2003.
Foto: Andrea De Maria
 

    Der Palio Marinaro – Das Volksfest    
    Von allen Volksfesten auf dem Argentario wird der „Palio” am leidenschaftlichsten erwartet und gefeiert. Und das gleichermaßen von den Einwohnern Porto Santo Stefanos, wie von den Touristen. Der Palio ist ein Wettrudern in schweren Ruderbooten, über eine Distanz von 4.000 Metern. Alle vier Stadtteile Porto Santo Stefanos (Croce, Fortezza, Pilarella und Valle) schicken eine Mannschaft, bestehend aus vier Ruderern und Steuermann, ins Rennen.

 
   
Von Nazzareno Alocci
(siehe Anmerkung)
  In Porto Santo Stefano hat sich im letzten halben Jahrhundert viel verändert. Eins jedoch blieb davon weitgehend unberührt: Der Palio. Jung und alt freuen sich gleichermaßen auf den 15. August, auch wenn es für jeden etwas anderes bedeutet.
 
Die starke Bindung der Santostefaneser an ihre (Halb)insel und an ihre Stadtteile ist es, die den Palio über all die Jahre erhalten hat, und jedes mal für gute Stimmung sorgt. Was die Stadtteile und die Menschen verbindet: Das Meer.
 
Auf das Meer sind alle Augen gerichtet, am frühen Abend des 15. August. Die vier schweren Ruderboote (Guzzi oder auch Tartaroni genannt) gleiten schwerfällig an den Start im alten Hafen, Porto Vecchio. Sobald das Hafenbecken im Schatten liegt, kommt der Startschuss vom Hafenmeister, und das Rennen beginnt.
 
Zehnmal werden die Boote aus dem Hafen herausgerudert und wieder zurück. Viertausend Meter auf möglichst geraden Bahnen zwischen zwei Wendemarken. In den Kurven erkennt man die Schwerfälligkeit der Boote. Der Wendekreis beträgt locker das vier– bis fünffache der Bootslänge. An den Wendemarken entscheidet sich oft das Rennen. Es hat schon Steuermänner gegeben, die glatt an den Bojen vorbeigefahren sind. Kollisionen sind nicht ausgeschlossen.
 
Nach zwanzig bis dreißig Minuten ist das Rennen vorbei, und einer hat gewonnen. Die ersten beiden Boote werden von den wartenden Fans versenkt. Alle wollen jetzt im gleichen Boot sitzen wie die Sieger. Wenn zwanzig drin sind, gibt das Boot auf und sinkt. Zugegeben, darauf freuen wir uns schon am meisten.
 
Die Siegerehrung erfolgt sofort. An Land. Wenn alle sich abgetrocknet haben. Viel zu diskutieren gibt es meistens nicht. Der Palio ist einfacher als ein Fussballspiel. Das Ergebniss wird an die Angehörigen in aller Welt telefoniert. Gewonnen hat auf jeden Fall Porto Santo Stefano und der Palio.
  Online
Querverweise:


Straßenkarte von
Porto Santo Stefano


Copyright

Die offizielle Website
des Palio Marinaro
(in Italienisch):
www.palioargentario.it


 
 
Bibliografie:

Nazzareno Alocci:
Pale a Prua –
Il palio marinaro
dell’Argentario
tra realtà, fede
e leggenda.
APT Grosseto, 1991

     

Kurzform des Buches von Nazzareno Alocci: Pale a Prua – Il palio marinaro dell’Argentario tra realtà, fede e leggenda. Azienda Promozione Turistica, Grosseto, agosto 1991.
Zusammenfassung (keine Übersetzung!): Gerd Malcherek.

 
   
   
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