| Monte Argentario Almanach: Tourismus > Zum Tauchen in die Toskana? |
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Auf dieser Seite: Reisebericht Monte Argentario Kurzinfo Isola del Giglio Die Top-Five Tauchplätze in der Toskana |
| Auf der Tagesordnung: Steilwande mit Gorgonienwäldern Foto: SubCompany |
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Tauchen am Monte Argentario Ein Reisebericht von Tanja Maria Baumann. |
| Los gehts! Die Reise steht vor der Tür. Geistig ist das Auto schon beladen und auf halbem Weg in Richtung Süden, da weckt mich jemand aus meinen Tagträumen: Wo fährst Du denn hin? Lächelnd antworte ich In die Toskana.... und da macht sich Neid auf den Gesichtszügen meines Gegenübers breit. Ich beende meinen Satz: ...zum Tauchen, und der Neid wandelt sich umgehend in beruhigte Verwunderung. Wo kann man denn da tauchen? Eine gute Frage. |
Copyright unterwasser Zeitschrift für Unterwassersport, März 2002 Olympia Verlag GmbH, Nürnberg, E-mail: info@ unterwasser.de |
| Das Reisezie.l Die Provinz Grosseto, auch Toskanische Maremma genannt, erstreckt sich an der Westküste Italiens. Im Norden begrenzt der Badeort Follonica und im Süden der WWF-Nationalpark Riserva del Lago di Burano die Provinz. Letzterer bildet gleichzeitig den südlichsten Teil der Toskana. Genau dort liegt unser Reiseziel, die Inseln der Maremma. |
Online Querverweis: Anreise Man spricht Deutsch |
| Gebirgig. Der Monte Argentario wirkt auf den ersten Blick wie eine Insel. Das Vorgebirge ist jedoch mit zwei natürlichen Dünenstreifen mit dem Festland verbunden. In diesem Dreieck liegt das Städtchen Orbetello. Von dort aus ist der Argentario per Auto über eine Straße mitten durch die Lagune erreichbar. Mächtig erhebt sich das Vorgebirge hinter den hellen Sandstränden. Die höchste Erhebung ist der 635 Meter hohe Punta Telegrafo. Sein Gipfelkreuz, eine außergewöhnliche Eisenkonstruktion, reicht 20 Meter in den Himmel. An diesem Punkt, der bequem mit dem Auto erreichbar ist, eröffnet sich ein fantastischer Blick über die umliegenden Inseln samt den begehrtesten Tauchgewässern dieser Gegend. Giglio und Giannutri sind zum Greifen nahe. Dem Taucherherz ist klar: Zwischen hier und dort gibt es im klaren Meer vieles zu entdecken - direkt zu Füßen der Berge liegen sämtliche Tauchplätze des Argentarios. Die Küste der Halbinsel ist nur zum Festland hin mit feinen Sandstränden ausgestattet. Im Norden, Westen und Süden bestimmen schroffe Felshänge, kleine Buchten und endlose Macchia das Gesicht der Landschaft. |
| Steiles Vergnügen. Das alte, quirlige Fischerdorf Porto Santo Stefano liegt im Norden des Monte Argentarios. Es schmiegt sich in den steilen Berghang und bietet kleine romantische Gässchen, gute Restaurants und zahlreiche Geschäfte. Geschichtsträchtig ist die spanische Festung aus dem 17. Jahrhundert, die majestatisch die Altstadt überragt. Im Ort trifft sich nicht selten die High Society Italiens, da die Halbinsel nach wie vor als Nobel-Badeort gilt. Gut zu erkennen ist dies an den beiden unterschiedlichen Hafenbecken: Der sogenannte Alte Hafen mit schöner Promenade strotzt vor Luxusyachten. Doch gut 300 Meter weiter sieht die Welt ganz anders aus. Im Neuen Hafen knattern die total verrosteten Fischkutter der Einheimischen mit ihren Dieselmotoren laut vor sich hin. Über deren Seetauglichkeit möchte man nicht einmal nachdenken... Von diesem
Hafen aus starten auch die Fähren nach Giannutri und Giglio. Zwischen dem ganzen Trubel haben sich zwei (von insgesamt vier) Tauchbasen angesiedelt. Direkt vom Hafen aus steuern sie sämtliche Tauchplätze an. Besonders reizvoll sind die Tauch- und Schnorchel-Ausflüge zu den Inseln Giglio, Giannutri, Montecristo, Pianosa und Formiche. Sagenhafte Steilwande mit Gorgonienwäldern stehen dabei auf der Tagesordnung, und mit etwas Glück gibt es bei diesen Touren Delfine zu sehen. |
Online Querverweis: Der Toskanische Archipel Isola del Giglio, Giannutri, Pianosa, Montecristo |
| Aquarium. Als Einstimmung auf die Unterwasserwelt des Monte Argentario ist übrigens ein Besuch des Aquariums in Porto Santo Stefano empfehlenswert. Das Aquarium hat unter Leitung des Biologen Primo Micarelli im vergangenen Sommer seine Pforten geöffnet. Zu sehen gibt es Tauchgeschichte und reichlich Unterwasser-Natur. Im oberen Stock des Gebäudes sind Filme über Vulkane am Meeresgrund, Tiefseetauchen und spezielles Fischen in Schutzgebieten auf Italienisch und Englisch zu sehen. AlteTauchanzüge aus den fünfziger Jahren samt Gerätschaft flößen dem Betrachter Respekt vor den UW-Pionieren ein. Im Erdgeschoss geht es richtig zur Sache: Der virtuelle Tauchgang beginnt. Ganz ohne Pressluft und Blei begibt man sich in Tiefen bis zu 50 Meter. Dem Biologen Micarelli ist es gelungen, Lebewesen und Organismen aus dieser Tiefe in ein Aquarium auf Meereshöhe umzusiedeln. Gorgonien
und Fahnenbarsche scheinen sich wohl zu fühlen. Im nächsten Becken schwimmt ein Brauner Zackenbarsch, und eine Rote Seescheide hat sich neben einer Wachsrose niedergelassen. Primo Micarelli erklärt, dass die kleinste Veränderung das Ökosystem auch im freien Gewässer zerstören kann. Das Aquarium von Porto Santo Stefano ist ein Verein und finanziert sich durch Eintrittsgelder und Sponsoren. Wegen seiner Gemeinnützigkeit ist es verpflichtet, kranke oder verletzte Meeresbewohner aufzunehmen und zu kurieren. Kaum genesen, erhalten diese ihre Freiheit zurück und können weiterhin des Tauchers Auge erfreuen. |
Internet: www.acquario argentario.com Centro Didattico di Biologia Marina 58019 Porto Santo Stefano, Lungomare, Tel. 00390564815 933 E-Mail: info@acquario argentario.com |
| Doppelfeste. Weiter geht es nach Porto Ercole, einem ruhigen Badeort an der Ostseite des Argentario. Seine Ursprünge gehen in die Zeit der Etrusker zurück. Zahlreiche Zeugnisse beweisen, dass sich später, im zweiten Jahrhundert nach Christus, Römer in diesem Gebiet niederließen. Das Dorf liegt in einer natürlichen Bucht mit Sandstrand. Zu Verteidigungszwecken wurde an jedem Buchtende eine Festung errichtet - was sich wegen der riesigen, natürlichen Felsvorsprünge förmlich anbot. Forte Filippo am nördlichen und die Festung La Rocca am südlichen Ende beeindrucken noch heute durch ihre Größe. Tauchtechnisch gesehen bietet der Ort ebensoviel wie Porto Santo Stefano. Vier Basen stehen für Tauchgänge rund um den Argentario bereit. Wer gerne ohne Strömung taucht, ist in den östlichen Gewässern der Halbinsel gut
aufgehoben. Durch die geschützte Lage zieht es hier so gut wie gar nicht. Auch die Sichtweite is nicht zu verachten. In den Sommermonaten liegt sie bei 30 bis 40 Metern. Als Urlaubsdomizil ist Porto Ercole durch die Nähe zu dem südlichen Dünenstreifen, der Tombolo di Feniglia, recht familienfreundlich. Der Strand Spiaggia della Feniglia ist weitläufig, sehr sauber und zählt zu den schönsten im Mittelmeerraum. |
Online Querverweis: Der Strand Feniglia |
| Festgehalten. Die italienischen Top-Unterwasser-Fotografen Paulo Bausani, Alessandro Tommasi und Massimo Barlettoni stammen übrigens aus Argentario. Die beiden letzteren haben bereits internationale Fotowettbewerbe mit ihren Aufnahmen von den heimatlichen Küstengewassern gewonnen. Ob das wohl ein Zufall ist? Es könnte natürlich einfach an der für Mittelmeerverhältnisse aufregenden Unterwasserwelt liegen. Ergo, es funktioniert doch: Tauchen in der Toskana! |
Online Querverweis: Autoren Index, Alessandro Tommasi |
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Info: Die Lilieninsel Giglio ist nach Elba die zweitgrößte Insel des Toskanischen Archipels. In einer knappen Fährstunde von Porto Santo Stefano aus erreicht man die bergige Schönheit. Das Inselleben spielt sich in den drei Orten Porto, Castello und Campese ab. In der Bucht von Campese haben sich zwei deutschsprachige Tauchschulen niedergelassen. Eine davon ist dem Institut für Marine Biologie (IfMB) angeschlossen, einer privaten Forschungs- und Lehreinrichtung mit Sitz in Flensburg. Unter der Leitung des Kieler Meeresbiologen Dr. Claus Valentin wird auf der Station akkurat aus- und weitergebildet. Neben Schülern und Studenten sind Sporttaucher mit meeresbiologischem Interesse gern gesehene Gäste. Anfänger können ein Ein-Stern-Brevet nach den Richtlinien des VDTL oder des VDST absolvieren. Und auch unter Wasser kann das IfMB punkten - mit Gorgonienwäldern, Langusten und Hummern, Muränen, Barrakudas, Zackenbarschen und Seespinnen, Steilwänden und schroffen Felsen. Fazit: Die dem Monte Argentario vorgelagerte Insel Giglio ist an sich über und unter Wasser eine richtige Schönheit. In Campese stehen jedoch ein paar Apartmenthäuser zuviel im schicken Grau der siebziger lahre. Mehr Farbe bringt da auch die nordfriesische Herzlichkeit des IfMB nicht in die Bucht. In den Sommermonaten ist Campese fest in deutscher Hand - italienisches Flair trifft man selten an. Ergo: Meeresbiologie und Tauchausbildung sind super, aber man fühlt sich kaum wie in Italien. |
Online Querverweis: Toskanischer Archipel Internet: Institut für Marine Biologie www.ifmb.com Via di Mezzo Franco 14, Campese 58012 Isola del Giglio Tel. 00390564804 221 E-mail: info@ifmb.com In Deutschland: Dr. Claus Valentin Turnierstr. 5 24939 Flensburg Tel. und Fax: 046125 413 |
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Die Top Five der Tauchplätze in der Toskana Secca di Mezzo Canale: Im offenen Meer, zwischen Monte Argentario und Giannutri, befindet sich dieser Unterwasserkanal. Eine 22 bis 45 Meter tiefe Steilwand mit Großfischen und starker Strömung sorgt für Adrenalin. Punta Secca: Auch für Anfänger ist diese Steilwand bei Giannutri gut geeignet. Schon ab zehn Meter gibt es einiges zu sehen: Zackenbarsche, Drachenköpfe und Barrakudas sind keine Seltenheit. Anna Bianca: Eines der wenigen Wracks der Gegend liegt vor Giannutri. Auf 30 Metern Tiefe mit starker Strömung sind Meerjunker, Fahnenbarsche und Zahnbrassen ständige Begleiter. Secca di Zio Paolo: Dieser wenig besuchte Tauchplatz liegt vor der unbewohnten Insel Formiche di Grosseto. Gorgonienwälder teilen sich mit Oktopussen und Muränen ihr felsiges Revier. LArgentarola: Das kleine Inselchen direkt an der Westküste des Monte Argentario hat drei gute Plätze zu bieten: eine Steilwand, Überhänge mit Gorgonien und zwei Grotten. Manchmal trifft man sogar Delfine. |
Internet: www.unterwasser.de unterwasser Zeitschrift für Unterwassersport Verzeichnis aller Internet- Sites des Monte Argentario. Tourismus, Meer: www.monte argentario.info |
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