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Quellen: Comune di Monte Argentario (15. April 2008) und Ministero dellInterno (15. April 2008).
Fazit: Silvio Berlusconis Mitterechtswahlbündnis Popolo della Libertà Volk der Freiheit (dahinter verbirgt sich seine Forza Italia und Gianfranco Finis Alleanza Nazionale, ihrerseits Nachfolgepartei der MSI, Movimento Sociale Italiana, also der faschistischen Partei) wird auf dem Monte Argentario ca. 15% höher bewertet als im Landesdurchschnitt. Konsequenterweise erhält die neu gegründete Mittelinkspartei Walter Veltronis Partito Democratico deutlich weniger Zuspruch. Umberto Bossis Lega Nord erhält mehr als 8% landesweit und sorgt damit für eine Regierungsfähigkeit Berlusconis. Auf dem Monte Argentario bleibt die Lega Nord weitgehend unbeachtet. Dafür erhält die rechtsradikale Partei La Destra - Fiamma Tricolore in Monte Argentario ein Drittel mehr an Stimmen als landesweit.
Bei überregionalen Wahlen neigt der Monte Argentario zwar immer mehr nach rechts (anders als die rote Toskana), aber diesmal geht ein regelrechter Rechtsruck über die Halbinsel und manifestiert sich sogar in den Ergebnissen der zeitgleich stattfindenden Gemeinderatswahlen.
Ab 18 Jahren ist man berechtigt, an Parlamentswahlen teilzunehmen. Ab 21 Jahren auch an Senatswahlen. Die drei Jahre Altersunterschied machen sich in den vorliegenden Wahlergebnissen nicht bemerkbar. Das Parlament, Camera Deputati, ist gesetzgebendes Organ. Die zweite Kammer, der Senat, hat nur Vetorechte.
Glossar
Popolo della Libertà (wörtl.: Volk der Freiheit): Wahlbündnis Silvio Berlusconis. Dahinter verbirgt sich Berlusconis Forza Italia, Alleanza Nazionale, die Nachfolgepartei der faschistischen MSI, Movimento Sociale Italiano. Prominentester Politiker auf nationaler Ebene ist Gianfranco Fini, und die Lega Nord.
Lega Nord: Erklärtes politisches Ziel ist die mindestens föderalistische Unabhängigkeit der Lombardei als Staat Padania. Führender Kopf: Umberto Bossi
Partito Democratico (wörtl.: Demokratische Partei): Ende 2007 gegründete Linkspartei, die aus der ehemaligen Margherita hervorgeht. Erster gewählter Vorsitzender ist der römische Bürgermeister Walter Veltroni.
Di Pietro Italia dei Valori (wörtl.: Italien der Werte): Partei des ehemaligen Mailänder Richters und Helden im Kampf gegen den Korruptionssumpf der 90er Jahre, Antonio Di Pietro.
Unione di Centro (Zentrumsunion): Nachfolgepartei der Democrazia Cristiana, die in den Korruptionsskandalen der 90er jahre versank. Vorsitzender: Pier Ferdinando Casini.
La Sinistra Arcobaleno (wörtl.: Die Regenbogen-Linke): Hier verbirgt sich unter anderen die Rifondazione Comunista, eine Nachfolge-Splitterpartei der alten PCI, Partito Comunista Italiano. Prominentester Politiker auf nationaler Ebene ist Fausto Bertinotti.
La Destra - Fiamma Tricolore: ultrarechte, faschistische Gruppierung. Aushängeschild ist Daniela Garnero Santanché.
Partito Socialista (Sozialistische Partei): Enrico Boselli.
Partito Comunista dei Lavoratori (wörtl.: Komunistische Partei der Arbeiter): Marco Ferrando.
Sinistra Critica (wörtl.: Kritische Linke): Flavia DAngeli.
Per il Bene Comune (wörtl.: Für das Gemeinwohl): Stefano Montanari.
Partito Liberale Italiano (Liberale Partei Italiens): Stefano De Luca.
Unione Democratica per i Consumatori (wörtl.: Demokratische Union für die Verbraucher): Bruno De Vita.
M.E.D.A. (Partei der Behinderten): Sergio Riboldi.
Es gibt noch weitere 13 Mini-Parteien mit Wahlergebnissen unter 0,5%, die aber in Monte Argentario nicht antraten.
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Andere Wahlen:
Regionalwahl 2005
Europawahl 2004
Komunalwahlen 2008-1999
Provinzwahl 2004
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