Monte Argentario Almanach: Politik > Europawahlen 2004

   
Europawahl 2004:
Die Ergebnisse von Monte Argentario.  
   

     
 
Europawahl, 12–13 giugno 2004:
So wurde auf dem Monte Argentario gewählt.
 
 
 
  Wahlberechtigt: 11.129 (m: 5.415 – f: 5.714)
Abgegebene Stimmen: 8.957 (m: 4.324 – f: 4.633)
Ungültige Stimmen: 1.022 = 11,41 %
Wahlbeteiligung: 80,48 %
   
Internet:

Europarl,
Website des
Europäischen
Parlaments


 
 
Quelle:

Comune di
Monte Argentario

 
Forza Italia: 27,26 % (2.163 Stimmen) (Italien: 21 %)
Ulivo: 26,44 % (2.098 Stimmen) (Italien: 31,1 %)
Aleanza Nazionale, AN: 17,66 % (1.401 Stimmen) (Italien: 11,5 %)
Rifondazione Comunista, PRC: 4,55 % (361 Stimmen) (Italien: 6,5 %)
Unione Democratici Cristiani, UDC: 4,13 % (328 Stimmen) (Italien: 5,9 %)
Radicali, Ass. Politica Nazionale Lista Pannella: 3,47 % (275 Stimmen) (Italien: 2,3 %)
Comunisti Italiani, PdCI: 2,23 % (177 Stimmen) (Italien: 2,4 %)
Partito Pensionati: 2,09 % (166 Stimmen) (Italien: 1,1 %)
Italia dei Valori, Lista Di Pietro: 1,89 % (150 Stimmen) (Italien: 2,1 %)
Partito Socialista Nuovo, PSI: 1,79 % (142 Stimmen)
Verdi: 1,79 % (142 Stimmen)
Codacons, Lista Consumatori: 1,26 % (100 Stimmen)
Partito Repubblicano Sgarbi: 1,26 % (100 Stimmen)
Movimento Sociale Fiamma Tricolore: 1,25 % (99 Stimmen) (Italien: 0,7 %)
Alternativa Sociale Alessandra Mussolini: 1,12 % (89 Stimmen) (Italien: 1,2 %)
Verdi Federalisti: 0,52 % (41 Stimmen) (Italien: 2,5 %)
Patto Segni: 0,40 % (32 Stimmen)
Lega Nord: 0,37 % (29 Stimmen) (Italien: 5 %)
Udeur, Alleanza Popolare: 0,25 % (20 Stimmen) (Italien: 1,3 %)
Lega Lombarda: 0,19 % (15 Stimmen)
Democrazia Cristiana, Paese Nuovo: 0,09 % (7 Stimmen)

 
 
   
Nota bene: Dies sind die Wahlergebnisse der Gemeinde Monte Argentario, und nicht ganz Italiens.
 
Fazit: Die beiden großen Rechtsparteien, „Forza Italia“ und „Aleanza Nazionale“ wurden in Monte Argentario jeweils mit 5–6 % über dem italienischen Durchschnitt belohnt. Das Linksbündniss „Ulivo“ bekam konsequenterweise 5% weniger als im Rest Italiens. Die Partei der Rentner und Pensionäre, „Partito Pensionati“, findet auf dem Argentario doppelt soviel Zuspruch wie auf der nationalen Bühne. Kurios: Immerhin gaben 34 Wähler der „Lega Nord“ bzw. der „Lega Lombarda“ ihre Stimme. Beide Parteien treten an, um die Lombardei mindestens als federalistischen Staat (Padania) zu etablieren.
 
Zur Unübersichtlichkeit der Parteienlandschaft gehört unter anderem, dass es für die meisten Parteinamen keine einheitliche Schreibweise gibt: Kürzel aus Groß– oder Kleinbuchstaben, manchmal auch eine Silbe dazwischen. Jeder Fernsehsender, jede Tageszeitung, jede Internetsite scheint seine eigene Schreibweise zu kultivieren. Regeln sind nicht erkennbar.
 
Die geringe Halbwertzeit der kleinen Parteien ist für beständigkeits-verwöhnte Jenseits-Alpinisten kaum nachvollziehbar. Erschwerend kommt hinzu: Nach dem großen Korruptionsskandal am Anfang der 90er Jahre (Mani pulite) verschwanden viele der traditionsreichen italienischen Parteien von der Bildfläche, um dann als dreigeteilte Splittergruppen mit neuen Namen wieder aufzuerstehen. Eindeutiger Gewinner des Parteien–Karussels war Silvio Berlusconi und seine neu gegründete Forza Italia. Bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass Silvio Berlusconi mitauslösender Faktor und Männerfreund der beschuldigten und verurteilten Parteibonzen war.

  Andere Wahlen:

Komunalwahl 2004
Provinzwahl 2004
Rigionalwahl 2005

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