Monte Argentario Almanach: Geschichte > Synchronoptische Zeittafel 1300–1349

„Der eine wartet,
dass die Zeit
sich wandelt,
der andere
packt sie kräftig an
und handelt.“


Dante Alighieri,
Dichter und Publizist,
1264–1321
 
  Alle Zeittafeln:

1300–1349
1350–1399 
1400–1449 
1450–1499 
1500–1549 
1550–1599 
1600–1649 
1650–1699 
   
Historienumzug, Porto Santo Stefano, 2000.
Foto: Andrea De Maria
 

    Synchronoptische Zeittafel: 1300–1349
Der Monte Argentario und der Rest der Welt

   
 
Anmerkung
zur Kompilation
der Daten:
siehe unten


 
Jahr Monte Argentario Welt-Kultur Welt-Politik
1300 (1296) Die Familie Aldobrandeschi beginnt mit dem Bau eines Befestigungsturms in Porto Ercole.    
1301      
1302     Der Papst fordert die oberste weltliche Macht.
1303 Die Grafen Orsini di Sovana, übernehmen als Nachkommen der Aldobrandeschi deren Erbpacht.   Der französische König lässt den Papst gefangen nehmen.
1304      
1305      
1306   Giotto malt Fresken in der Kapelle von Padua.
>>>
 
1307      
1308      
1309     Der Papst verlegt seine Residenz nach Avignon.
1310     Deutsche Heere ziehen nach Italien und nehmen Rom ein (1313, HeinrichVII)
1311     Der Frauenbund der Beginen wird vom Papst als ketzerisch verurteilt.
1312   Dante fordert die Trennung von kirchlicher und weltlicher Macht. >>>  
1313      
1314     Die Schotten siegen über die englischen Heere (Robert the Bruce)
1315      
1316      
1317      
1318   Marsilius bestreitet die Einsetzung des Papstes durch Gott.
>>>
Visconti zeichnet die erste Weltkarte mit Norden am oberen Kartenrand.
 
1319      
1320      
1321      
1322      
1323      
1324      
1325      
1326     Die Türken besiegen die Byzantiner.
1327      
1328      
1329      
1330     Die Türken besiegen erneut die Byzantiner.
1331   Der Araber Abul Feda schreibt die erste Weltgeschichte.
In Italien (Friaul) werden zum ersten mal Kanonen eingesetzt.
 
1332      
1333      
1334      
1335      
1336   In Europa beginnt die serielle Herstellung von Kanonen.  
1337     Die Türken greifen erneut Byzanz an. Diesmal mit weniger Erfolg.
1338     Der deutsche König/Kaiser wird ohne Berücksichtigung der päpstlichen Wünsche gewählt.
1339   Kanonen im Kleinformat werden als Handfeuerwaffen benutzt.  
1340   Die arabische Universität Granada wird gegründet.  
1341      
1342      
1343      
1344   Petrarca verurteilt den Luxus und den Sittenverfall der Kirche.
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1345      
1346      
1347     Volksaufstand in Rom (Rienzi).
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1348   Karl IV gründet die erste deutsche Universität (Prag).
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1349      
 
1350–1399 
  Meister Eckehart
1260–1327.

Deutscher Religionsphilosoph. Er bewertet tätige Nächstenliebe höher als kirchliche Frömmigkeit und behauptet, dass eine Gotteserfahrung auch ohne die Vermittlung von Kirche und Priester möglich sei. Die katholische Kirche zwingt ihn zum Widerruf seiner als ketzerisch bezeichneten Lehren.
 
 
Marsilius von Padua
1290–1343.

Italienischer Philosoph, Schriftsteller und Arzt.
Er fordert, dass Legislative und Exekutive (auch Regenten) nur durch eine Wahl durch das Volk legitimiert werden. Aus demselben Grunde bestreitet er auch die Rechtmäßigkeit von Papst und Kirche.
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Dante
1264–1321.

Italienischer Dichter und Publizist. Er ersetzt die lateinischen Sprache durch das Italienische. Als Anhänger des Kaisers (Ghibelline) wird er wegen antipäpstlicher politischer Tätigkeit verurteilt.
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Osman I
1259–1326.

Türkischer Heerführer und Staatsmann. Vor den Toren von Byzanz, also in unmittelbarer Nähe Europas, errichtet er ein mächtiges türkisches Reich.
 
 
Giotto
1266–1337.

Italienischer Maler und Baumeister. Entwickelt die ersten perspektivischen, naturalistischen Darstellungen.
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Petrarca
1304–1374.

Italienischer Dichter. Er bemüht sich um die Erneuerung des klassischen Altertums (Homer) und wird zum Wegbereiter der späteren Renaissance.
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Rienzi
1313–1354.

Der italienischer Revolutionär versucht, die Vorherrschaft des römischen Adels zu beseitigen. Bevor er einen italienischen Nationalstaat errichten kann, wird er von seinen Gegner umgebracht.
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Karl IV
1316–1378.

Der deutsche Kaiser lockert die Einbindung Italiens und verlegt den Schwerpunkt seines Reiches in den Osten.
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Querverweis:


Copyright 

 
   

Anmerkung:
Die Auswahl der Weltpolitk- und Weltkultur-Daten ist subjektiver Natur. Es wurden nur Ereignisse in die Tabellen aufgenommen, die für die heutige kulturelle und politische Situation dieser Region relevant sind. Es ging keinesfalls darum, ein komplettes Weltbild zu zeichnen.

Quellen: Gualtiero della Monaca, Domenico Roselli, Giuseppe Tosi: Fortezze e torri costiere dell’Argentario, Giglio e Gianutri. Laurum Editrice, Pitigliano. Ohne Datum.
Nicoletta Maioli: Forte Stella, storia e restauro. Grafiche Pistolesi, Siena. 2002.
Gianni Moriani: Archeo Argentario, Le antiche genti nel promontorio. Ed. Massimi, Pitigliano. 1995.
Arno Peters: Synchronoptische Zeitgeschichte. Zweitausendeins, Frankfurt a.M. 2000.
Ploetz: Illustrierte Weltgeschichte. Verlag Herder, Freiburg. 1998.

 
 
 
   
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