| Monte Argentario Almanach: Natur > Die Viper |
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Auf dieser Seite: Beschreibung Was tun bei einem Schlangenbiss? |
| Vipera aspis Foto: Fabio Cianchi |
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| Die Viper Kaltblütig |
| Von Roberta Anderson | Auf dem Monte Argentario gibt es diverse Schlangenarten. Nur eine davon ist giftig: die Viper (Vipera aspis oder Vipera comune). Stimmt. Vipern sind auf dem Monte Argentario ziemlich häufig, bestätigt der WWFWildhüter Fabio Cianchi. Aber es ist gar nicht leicht, eine zu Gesicht zu bekommen, geschweige denn von einer gebissen zu werden. Trotzdem sind Vipernbisse in Italien gar nicht so selten. In den letzten sechs Jahren wurden im Schnitt 257 Personen pro Jahr gebissen. Im Durchschnitt stirbt ein Opfer pro Jahr an den Folgen eines Bisses (Quelle: Universität La Sapienza, Rom). Vipern sind keine agressiven Schlangen. Sie beißen nur, um sich gegen vermeintliche Angriffe des Menschen zu verteidigen. Der beste Schutz vor Schlangenbissen ist die Vernunft. Die Macchia und hohe Grasflächen sollte man auch und besonders im Hochsommer nicht mit Sandalen und kurzer Hose betreten. Trekking-Stiefel und eine solide Hose schützen nicht nur vor Schlangenbissen sondern auch vor spitzen Dornen. Eine Viper auf den ersten Blick zu erkennen bleibt den Experten vorbehalten. Deshalb raten wir aus Sicherheitsgründen, Schlangen nicht anzufassen und nicht mit ihnen zu spielen. Bleiben Sie cool und vermeiden Sie unnötige Aufregung und hektische Bewegungen. Der Biss einer Viper ist zwar schmerzhaft, aber nicht tödlich. Zwei anderen Schlangen auf dem Monte Argentario sehen der Viper sehr ähnlich. Die Natrix maura (ital. Biscia viperina) und die Natrix tessellata sind genauso groß wie Vipern, aber ungiftig. Die Coluber viridiflavius (ital. Biacco) ist deutlich größer als die Viper, ungiftig, aber aggressiver. Sie beißt schnell zu und hinterläßt unschöne Bisswunden. Die Elaphe quatuorlineata (ital. Cervone oder auch Pocciavacche) wird über zwei Meter lang und armdick. Sie ist aber sehr scheu und harmlos. |
Online Querverweis: La Sapienza, Universität Rom: www.uniroma1.it |
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Vipera aspis (Familie Viperidae) Aussehen: Eine Viper ist oft nicht leicht von anderen Schlangen zu unterscheiden. Sie wird 40 bis 90 cm lang. Charakteristisch ist der flache, deutlich dreieckige Kopf mit stumpfer Nase. Wie fast alle giftigen Schlangen hat sie schlitzartige Pupillen, die man aber nur erkennt, wenn man eigentlich zu nahe dran ist. Sie hat einen schmalen Hals und ihr Schwanz ist kurz und stumpf. Die vielen unterschiedlichen Farben und Muster ihrer Haut machen eine Identifikation nicht gerade einfacher. Sie kann grau, braun, gelblich und rötlich sein. Gefleckt, gestreift oder mit Zickzack-Muster. Manchmal ist sie auch einfach nur schwarz. Habitat: Waldrand, Macchia und felsiger Grund mit Büschen. Vipern sind territoriale Tiere. Sie besetzen ein kleines Gebiet von ca 100 qm und bleiben dort. Sie verstecken sich in kleinen Felshöhlen und Bauten von Nagetieren. Ernährung: Vipern jagen kleine Nagetiere: Ratten und Feldmäuse. Aber auch Eidechsen. Die Beute wird als ganzes heruntergeschlungen. Fressen muss die Viper nur alle 4 bis 12 Tage. Kaltblütig. Die Körpertemperatur der Viper darf auch im Winter 2°C nicht unterschreiten. Bewegen kann sie sich allerdings nur zwischen 5°C bis 37°C. Ihr Verdauungsapparat funktioniert erst ab 15°C. Daher verharrt sie von Oktober bis März im Winterschlaf. Je wärmer es ist, desto flinker kann die Viper sich bewegen. Häutung: Eine ausgewachsene Viper häutet sich zwei bis drei mal pro Jahr. Nachwuchs: Circa 3 Monate bleiben die befruchteten Eier im Körper der Viper. Ein bis zwei mal im Jahr, zwischen August und Oktober, werden kleine Schlangen geboren. Die kleinen, nur 15 cm langen Vipern sind sofort selbstständig und giftig. Verhalten: Die Vipera aspis ist keine aggressive Schlange. Sie beißt Menschen nur, wenn Sie angegriffen wird oder wenn man auf sie tritt. Ihr Gift wird aus zwei spitzen Zähnen in die Beute gespritzt und tötet schnell und zuverlässig kleine Beutetiere. Beim Menschen setzt die kritische Wirkung des Giftes nach 3 bis sechs Stunden ein. Genug Zeit also, zum nächsten Krankenhaus zu gehen. |
Online Querverweis: Copyright Bibliographie: Silvio Bruno: Serpenti. Giunti, Florenz, 1998. |
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