Monte Argentario Almanach: Natur > Lago di Burano

 
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Flora & Fauna

Naturwanderpfad

Der Vertrag
von Ramsar


Anfahrt

Karte des
Lago di Burano

   
Der Lago di Burano, im Hintergrund der Monte Argentario.
Foto: Fabio Cianchi
 

 
  Vertraglich geschützt —
Der Brackwasser–See Lago di Burano
 
 
Der Lago di Burano ist ein Brackwassersee nur wenige Kilometer südlich vom Monte Argentario. Die Wasserfläche ist ca 140 Hektar groß, bei einer durchschnittlichen Tiefe von einem Meter. Ein Kanal, der je nach Lage geöffnet oder geschlossen werden kann, verbindet den See mit dem offenen Meer. Der Lago di Burano zählt seit 1977 zu den international bedeutenden Feuchtgebieten (Konvention von Ramsar). Seit 1980 hat der See den Status eines staatlichen Naturschutzgebiets. 1995 hat die internationale Institution „Eurosite“ dem Lago di Burano den ersten Platz zuerteilt.
   
   
Lage: In der Süd–Toskana, an der Küste des Tyrhenischen Meeres, in der Nähe des Monte Argentario. Es gehört zur Gemeinde Capalbio in der Provinz Grosseto.
Ausdehnung: 1010 Hektar
Gegründet: 1967
Verwaltung: Der WWF–Italia hat das Gebiet vom Eigentümer, Sacra SpA, gepachtet.
Ausstattung: Naturwanderpfad, Naturpfad für Körperbehinderte, Forsthaus, Beobachtungs-Unterstände, ein Aussichtsturm, Schmetterlingsgarten, Nachtbeobachtungsplatz, Vorführraum
  Online
Querverweise:


WWF Italia
www.wwf.it


WWF Deutschland
www.wwf.de


Copyright
 
 

Die Löffelente (Anas clypeata) ist das Wahrzeichen des Naturparks Lago di Burano. 
 
Flora und Fauna
Der Strand ist bedeckt mit Pionierpflanzen. Die Macchia, die typische Mittelmeer-Buschlandschaft, ist reichhaltig und an vielen Stellen undurchdringlich. In den Restbeständen eines alten Waldes gibt es große Exemplare von Korkeichen und immergrünen Steineichen. Sumpf– und Unterwasserpflanzen kompletieren die Pflanzenwelt des Naturschutzgebiets.
    Die Tierwelt wird dominiert von dem bunten und artenreichen Völkchen der Wasservögel. Zehntausende von Zugvögeln überwintern hier oder machen Rast auf ihrer Reise in den Süden oder Norden. Unter ihnen auch einige seltene Arten.
     
   
Der Naturwanderpfad
Sechs Beobachtungsplätze und ein Aussichtsturm liegen entlang des Sees und sind durch einen Wanderweg miteinander verbunden. Jeden Sonntag gibt es zwei geführte Touren mit einem Wildhüter des WWF. Die Tour dauert ca 2–3 Stunden. Aufbruch um 10.00 und um 14.00 Uhr. Im Sommer ist manchmal auch ein deutschsprachiger Wildhüter anwesend (nach Fritz fragen).
     
   
Der Vertrag von Ramsar
Ein völkerrechtlicher Vertrag zum Schutz von Feuchtgebieten mit internationaler Bedeutung. Über 1200 Feuchtgebiete in mehr als 130 Staaten nehmen weltweit an diesem Programm teil. Unter der Schirmherschaft der UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) wurde 1971 in der iranischen Stadt Ramsar am Kaspischen Meer dieses Abkommen unterzeichnet und trat 1975 in Kraft. Damit ist es heute bereits eines der ältesten internationalen Vertragswerke zum Umweltschutz. Die großen Umweltschutzorganisationen wie WWF (World Wildlife Fund) und IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) waren maßgeblich an der Gestaltung der Verträge beteiligt.
 
Die Mitgliedsstaaten verpflichten sich, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um den Lebensraum der Wasser- und Wattvögel zu schützen und Biodiversität zu ermöglichen. Für die ausgewiesenen Gebiete gilt kein absolutes Nutzungsverbot, sondern das Gebot einer ökologisch ausgewogenen Nutzung. Die Umsetzung und Überwachung der Verpflichtungen soll durch nationale Naturschutzgesetze und Richtlinien garantiert werden.
     
   
Anfahrt: Bundesstraße (Strada Statale) „Aurelia“ Ausfahrt „Marina di Capalbio“ bei Kilometer 133. Nach der Unterführung der Eisenbahngleise der Ausschilderung „Oasi WWF“ folgen. — Mit dem Zug: Strecke Roma–Genova, Bahnhof „Capalbio Scalo“. (Siehe: Karte)
Adresse: Oasi di Burano, c/o Fabio Cianchi
01089 Capalbio Scalo
Tel: 0564–898 829
Fax: 0564–898 829
E-mail: oasiburano@inwind.it
  Online
Querverweise:


Karte des
Lago di Burano


Ein weiteres WWF
Feuchtbiotop:
Casale di Giannella
an der Laguna di Obetello
 
 
 
 
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