Monte Argentario Almanach: Natur > Jagdsaison

 
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Kurze Interpretation
des italienischen
Jagd‚ und
Forstgesetzes


Vollständiger
Gesetzestext
(Legge 157)

   
Das Objekt der Begierde: ein Schwein (Sus scrofa).
Foto: Fabio Cianchi
 

 
  Italienische Jagd
Die Jagd ist in Italien kein Privileg wohlhabender Bürger. Im Prinzip hat hier jeder das Recht, zu festgelegten Zeiten Tiere zu schießen. Entsprechend verbereitet ist die Jagd in Italien, und entsprechend groß sind die Probleme.
   Am besten lässt sich die Jagd in Italien mit dem Autofahren vergleichen: Jeder erwachsene Bürger hat das Recht, auf öffentlichen Straßen ein Auto zu fahren. Man braucht dazu nur einen Führerschein und natürlich ein Auto. Zur Jagd braucht man in Italien eine Jagdkarte (nicht vergleichbar mit dem deutschen Jagdschein) und ein Gewehr. Für den Straßenverkehr gibt es Regeln und die meisten Autofahrer halten sich daran. Viele aber auch nicht. Bei der Jagd ist es ganz genauso.
   Über das Jagen (wie über Autofahren) wird viel, kontrovers und emotionsgeladen diskutiert. Wer kompetent mitreden will, sollte die Rechte und Pflichten der Jäger und Nichtjäger kennen.
  Online
Querverweise:


Über Jagd und Jäger.
Ein Essay von
Fabio Cianchi
(in Italienisch)


Copyright
 
 
   
Die wichtigsten Bestimmungen für den Umgang mit der Jagd im täglichen Leben.
Eine kurze Interpretation des Gesetzes 157 (Legge 157).

Jagdsaison: Vom vorletzten Sonntag im September bis 30. Januar. (Es gibt noch zwei vorgezogenen Jagdtage. In der Regel Anfang September.)

Jagdtage: Am Dienstag und Freitag darf nicht gejagd werden (wichtig für Spaziergänger). Von den fünf Jagdtagen pro Woche darf der einzelne Jäger nur drei nutzen, und muss sie in seiner Jagdkarte eintragen. (Vom 1. Oktober bis zum 30. November gibt es auch die Möglichkeit, 20 Tage hintereinander zu jagen. Dafür gibt es scheinbar keine einheitliche Regelung.)

Jagdzeit: Eine Stunde vor Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.

Jagdkarte: Zum Erwerb einer Jagdkarte muss man eine Prüfung machen. Die Jagdkarte muss jährlich erneuert werden und ist für ganz Italien gültig.

Jagd: Ein Jäger darf höchstens drei Schüsse in Folge abgeben. Fünfschüssige Gewehre sind zwar erlaubt, dürfen aber nur dreischüssig benutzt werden.

Beute: Pro Jagdtag und Jäger maximal: 1 Hase und 20 verschiedene Vögel. Jedes erlegte Wild muss mit Datum in der Jagdkarte eingetragen werden.

Wildschweinjagd: Die Wildschweinjagd ist eine Treibjagd mit Hunden und mindestens 18 Personen (Jäger und Treiber). Sie beginnt am 1. November und endet am 30. Januar. Die Jäger können sich frei im Gelände bewegen, oder von festen Standplätzen schießen..

Schießstände: Die provisorischen Unterstände der Jäger dürfen nur aus Buschwerk zusammengebaut werden, und müssen am Abend vollständig wieder abgeräumt werden.

Patronenhülsen: Alle Jäger sind verpflichtet, ihre leeren Patronenhülsen einzusammeln.

Bewohnte Gebiete: Jäger müssen von bewohnten Häusern mindestens 100 Meter Abstand halten. Wenn sie in Richtung auf ein Haus schießen, müssen sie mindesten 150 Meter Abstand halten. Bewegt sich der Jäger in einem Abstand von 100 Metern von bewohnten Häusern, muss sein Gewehr entladen un gesichert sein. Der Mindestabstand von Wegen und Straßen beträgt 50 Meter.

Verbotene Gebiete: Öffentliche oder private Parks, Gärten, archeologische Fundstätten, Sportplätze, Nationalparks, Naturschutzgebiete, WWF–Gebiete, Schonungen, frisch eingesäte Felder und noch nicht abgeerntete Weinberge und Olivenhaine. Eingezäunter Privatbesitz der alle 100 Meter mit einem Schild „Divieto di caccia“ oder „Fondo chiuso“ gekennzeichnet ist.

Kontrolle: Für die Einhaltung der Jagdgesetze sind alle Organe mit Polizeibefugnis zuständig. Polizia Provinciale (=Umweltpolizei), Corpo Forestale (Forstwache), Carabinieri, Guardia di Finanza, Polizia Municipale und – falls vorhanden – Guardia Venatoria (Jagdaufsicht).
Überregional:
• Polizia Provinciale —Tel: 0564–492 007 (Notfall)
• Tel: 0564–484 575 (Zentrale)
Porto Santo Stefano:
• Polizia Municipale — Tel: 0564–812 520
• Carabinieri — Tel: 112 oder 0564–812 526
• Guardia di Finanza — Tel: 117 oder 0564–812 542
Porto Ercole:
• Carabinieri — Tel: 0564–833 088
• Guardia di Finanza — Tel: 0564–833 926
Orbetello:
• Corpo Forestale — Tel: 0564–860 581
• Polizia Stradale — Tel: 0564–865 610
• Polizia Municipale — Tel: 0564–865 330
• Carabinieri — Tel: 112 oder 0564–862 929/30
• Guardia di Finanza — Tel: 117 oder 0564–867 052
 

  Internet:

Provincia di Grosseto
www.provincia.
grosseto.it

 
 
 
   
Das Jagd- und Forstgesetz 157 (Text in Italienisch).
Legge 157: Norme per la protezione della fauna selvatica omeoterma e per il prelievo venatorio (testo completo).

Art. 1:  Fauna selvatica
Art. 2:  Oggetto della tutela
Art. 3:  Divieto di uccellagione
Art. 4:  Cattura temporanea e inanellamento
Art. 5:  Esercizio venatorio da appostamento fisso e richiami vivi
Art. 6:  Tassidermia
Art. 7:  Istituto nazionale per la fauna selvatica
Art. 8:  Comitato tecnico faunistico-venatorio nazionale
Art. 9:  Funzioni amministrative
Art. 10: Piani faunistico-venatori
Art. 11: Zona faunistica delle Alpi
Art. 12: Esercizio dell’attività venatoria
Art. 13: Mezzi per l’esercizio dell’attività venatoria
Art. 14: Gestione programmata della caccia
Art. 15: Utilizzazione dei fondi ai fini della gestione
Art. 15: programmata della caccia

Art. 16: Aziende faunistico-venatorie e aziende agri-turistico-venatorie
Art. 17: Allevamenti
Art. 18: Specie cacciabili e periodi di attività venatoria
Art. 19: Controllo della fauna selvatica
Art. 20: Introduzione di fauna selvatica dall’estero
Art. 21: Divieti
Art. 22: Licenza di porto di fucile per uso di caccia
Art. 22: e abilitazione all’esercizio venatorio

Art. 23: Tasse di concessione regionale
Art. 24: Fondo presso il Ministero del tesoro
Art. 25: Fondo di garanzia per le vittime della caccia
Art. 26: Risarcimento dei danni prodotti dalla fauna selvatica
Art. 26: e dall’attività venatoria

Art. 27: Vigilanza venatoria
Art. 28: Poteri e compiti degli addetti alla vigilanza venatoria
Art. 29: Agenti dipendenti degli enti locali
Art. 30: Sanzioni penali
Art. 31: Sanzioni amministrative
Art. 32: Sospensione, revoca e divieto di rilascio
Art. 32: della licenza di porto di fucile per uso di caccia.
Art. 32: Chiusura o sospensione dell’esercizio

Art. 33: Rapporti sull’attività di vigilanza
Art. 34: Associazioni venatorie
Art. 35: Relazione sullo stato di attuazione della legge
Art. 36: Disposizioni transitorie
Art. 37: Disposizioni finali
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
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