Monte Argentario Almanach:
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Biologie

Der Angriff

Die Krankheiten

Die Verteidigung

Mosquito Squash

   
 
 
 

 
Von Gerd Malcherek
  Klein und gemein: Mücken
Das wichtigste zuerst: Auf dem Monte Argentario gibt es keine Mücken-Plage. Auch wenn der Dichterfürst Goethe nach seiner Italienreise die Maremma noch als Malariagebiet beschrieb. Aber das ist immerhin schon 210 Jahre her. Die Küsten und Strände sind normalerweise mückenfrei. Mückenpopulationen sind stark wetterabhängig. In trockenen heißen Sommern findet man hier kaum eine Mücke. Wenn es jedoch im Sommer ein paarmal regnet, sieht die Sache etwas anders aus.
    Insektenstiche sind in unseren Breiten eher lästig als gefährlich. Die Folgen des Stiches – Juckreiz, Schwellung und Rötung – verschwinden meist nach kurzer Zeit. Nur sehr selten kommt es zur Übertragung von Krankheitserregern. Allerdings nehmen die allergischen Reaktionen nach Insektenstichen weiter zu.

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    Biologie
Mücken können je nach Art 4–6 mm lang werden. Weltweit unterscheidet man ca 3.000 Stechmückenarten. Nur die Weibchen stechen und nehmen mit ihrem Stechrüssel Blut auf. Sie benötigen das Blut als Eiweißquelle für die Eiproduktion. Die Männchen sind harmlose Vegetarier, die sich von Blütennektar ernähren.
    Die Larven entwickeln sich meistens in stehenden (schmutzigen), unbewegten und flachen Gewässern, denn Mücken legen ihre Eier (ca. 200–400) auf der Wasseroberfläche ab. Die Entwicklung vom Ei zur Larve erfolgt in ca. 2–3 Wochen und nach einer Puppenruhe von ca. 2–4 Tagen erfolgt die Entwicklung zum adulten Tier. Feuchtigkeit und Hitze fördern einen schnelleren Entwicklungszyklus der Larven.
    Aktiv sind die Mücken überwiegend in der Zeit zwischen der Abenddämmerung und dem Morgengrauen, an feuchtwarmen Tagen (Scirocco) schon nachmittags. Tagsüber halten sie sich meistens an schattigen, feuchten Orten z.B. Hecken und Gehölzstreifen oder auch im Haus versteckt.

   
    Der Angriff
Mücken riechen ihre Opfer schon von weitem. Unbeirrbar fliegen die kleinen Blutsauger ihr Ziel an und stechen zu. Insekten, die sich auf den Menschen spezialisiert haben, können uns anhand unseres Körpergeruchs ganz genau von anderen Lebewesen unterscheiden. Der typisch menschliche Duftcocktail aus Milchsäure, Ammoniak, Essig- und Hexansäure, ergänzt um Kohlendioxid lässt Moskitos das Wasser im Munde zusammenlaufen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Milchsäure. Ist sie reichlich vorhanden, sind die kleinen Biester nicht mehr zu bremsen.
    Die Tiere sondern beim Stechen Speichel ab, dessen Inhaltsstoffe die schnelle Blutgerinnung verhindern und lokalanästhesierend wirkt. Mit diesem Speichel werden dann auch ggf. die verschiedenen Krankheitserreger auf das Opfer übertragen. Der Einstich selbst bleibt meist unbemerkt. Die sogenannte immunologische Reaktion erfolgt erst später. Sie reicht von leichtem Hautjucken bis zu heftigen allergischen Reaktionen.

 
  Die Krankheiten
Mücken sind verantwortlich für die Übertragung der weltweit häufigsten und bekanntesten Infektionskrankheiten. Mückenarten wie zum Beispiel Culex, Aedes und Anopheles sind Überträger von gefährlichen Krankheiten wie Gelbfieber oder Dengue–Fieber (Aedes), Malaria, Virus–Enzephalitiden, Filariosen (Anopheles), Hirnhautentzündung und Fadenwürmer-Erkrankungen (Culex). Ein Mückenstich kann nicht den AIDS-Virus übertragen. Nach Angaben der internationalen Forschung gibt es bislang keinen einzigen Aids-Fall, der nachweislich auf den Stich einer Mücke zurückzuführen ist.*

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Quelle:
Institut für Medizinische Information,
Freiburg,
August 2002.
 
   
Die Verteidigung
Kleidung: Möglichst helle Kleidung bevorzugen. Achten Sie darauf, dass Ihre Kleidung den ganzen Körper bedeckt. Aber Achtung: Sehr dünne Kleidung kann durchstochen werden.

Düfte: Keine Parfüms verwenden. Sie enthalten nicht selten pflanzliche oder tierische Sexuallockstoffe (Pheromone), die Insekten anziehen. Nach starkem Schwitzen duschen, da Schweiß Insekten ebenfalls anzieht.

Ambiente: Die Nähe von Sumpfgebieten, Seen und anderen stehenden Gewässern meiden, besonders in der Dämmerung und nachts.

Moskitonetze: Sie schützen nicht nur vor Mücken, sondern auch vor Wanzen und anderem Ungeziefer. Die Maschenweite der Netze sollte den kleinsten Insekten angepasst sein und höchsten 1 mm betragen.

Natürliche Repellents: Schon in der Frühgeschichte machte der Mensch die Erfahrung, dass das Verbrennen aromatischer oder streng riechender Pflanzen bzw. Hölzer die Insekten vertreibt. Im Ägypten der Antike wurden stark riechende Substanzen als Abwehrmittel gegen Stechmücken auf der Haut angewendet. Bei den Römern waren Campher, Cypressen, Galbanum, Granatapfelschalen, Wolfsbohnen und Zimt üblich. Im 16. Jahrhundert entdeckte man Hanf und später zahlreiche Pflanzenextrakte wie Knoblauch, Olivenöl, Pennyroyalöl und den Saft roher Tomaten als wirksame Mittel. Diese bekannten Naturstoffe bildeten um die Jahrhundertwende die Grundlage zur Identifizierung und gezielten Anwendung von ätherischen Ölen als Repellents.
Naturstoffe mit Repellentwirkung: Anisöl, Lavendelöl, Bergamottöl, Muskatöl, Birkenholzteer, Nelkenöl, Kampher, Orangenblütenöl, Citronellöl, Pfefferminzöl, Eukalyptusöl, Geraniumöl, Kiefernöle, Thymianöl, Kokosnussöl, Vitamin B1, Knoblauchöl, Zimtöl. All diese Substanzen haben eine schwache repellierende Wirkung, die meist nur gegen Mücken nachweisbar ist. Die Wirkungsdauer ist sehr kurz und läßt sich auch durch eine Vermischung verschiedener Substanzen nicht erhöhen. Außerdem riechen einige sehr unangenehm. Untersuchungen über die Toxikologie von natürlichen Repellents liegen nur in begrenztem Umfang vor.*

Synthetische Repellents: Es gibt auch eine Reihe chemische Substanzen (Repellents), die den Stich verhindern sollen. Einem Testbericht der Stiftung Warentest vom Juli 2000 zufolge schützen „Autan Active“ und „Autan Family“ dabei am besten vor Mückenstichen. Der Wirkstoff beider Produkte heißt „Bayrepel“ und ist ein synthetischer Wirkstoff. Seine chemische Bezeichnung lautet: 1–Piperidincaboxylsäure, 2–(2-Hydroxyethhyl)-, 1–Methylpropylester, es ist ein Piperidinderivat mit der Summenformel C12H23NO3.*

Insektizide: Insektenspray, Elektroverdampfer, Räucherspirale. Wenn Sie in Räumen Insektizide benutzen, denken Sie daran, nach dem Sprühen gut zu lüften. Insektizide sind für Menschen nicht unbedenklich.

Vorbeugende Massnahmen und Kontrolle:
• Stehende Gewässer im Haus
• und um das Haus herum vermeiden.
• Halten Sie ihr Haus kühl. Mücken halten sich
• nicht gerne in kühlen Räumen auf.
• Wenn Sie bei Nacht die Fenster öffnen,
• schalten Sie das Licht aus.
• Mücken werden vom Licht angezogen.
 

  *
Quellen:
A Med-World AG,
Aktiengesellschaft
zur Darstellung
von Medizin
und Gesundheit
im Internet.
+
Institut für
Medizinische
Information,
Freiburg, 
August 2002
 
 
 
 
 
   
Mosquito Squash  ;–)
Anleitung zum Mückenschlagen
Mosquito-Squash wird von führenden Sportmedizinern empfohlen.
Es steigert Ihre Fitness und Reaktionsschnelligkeit, und sorgt für
seelische Ausgewogenheit durch Agressionsabfuhr.

Für Anfänger: Die Basistechnik
• Mit der flachen Hand das Ziel anvisieren und so schnell und präzise
• wie möglich zuschlagen.
• Berücksichtigen Sie dabei den Abflugwinkel und die
• Abfluggeschwindigkeit Ihres beweglichen Zieles.
• Spätestens wenn sich Ihre Schlaghand auf ca zehn Zentimeter
• dem Ziel genähert hat, wird die Mücke ein Ausweichmanöver versuchen
• und mit Fluchtgeschwindigkeit abheben.
• Wie bei den meisten Sportarten ist das richtige Timing entscheidend.
• Bewahren Sie Geduld und die Nerven, bis sich das Zielobjekt
• auf einer ebenen (Haut–) Fläche niedergelassen hat. Ihr Gegenspieler
• wird in diesem Moment noch sehr nervös sein. Geben Sie ihm
• ein paar Sekunden, um den Stechaparat auszufahren.
• Kurz vor dem Einstich wird seine Konzentration deutlich abnehmen
• und Ihre Trefferchancen vebessern sich proportional.
• Warten Sie aber nicht zu lange, sonst schaffen Sie nur noch
• einen roten Abschuss, und das bedeutet Punktabzug (siehe Spielregeln).
• Nicht alle (Haut–) Flächen sind als Zielgebiet geeignet.
• Anfänger sollten Kopf und Weichteile auslassen.
• Puristen spielen Mosquito-Squash ohne mechanische Hilfmittel.
• Grundsätzlich sind diese Hilfsmittel aber erlaubt.
Für Fortgeschrittene: Freihand–Klatschen
• Das Zielobjekt wird während des Anflugs noch in der Luft
• durch einen Volley-Stop neutralisiert.
• Der Treffer muss durch schnelles Aufeinanderschlagen Ihrer rechten
• auf Ihre linke Hand erfolgen, oder umgekehrt.

Klatschen nach Punkten: Die Spielregeln
• Legen Sie das Spielfeld fest (Zimmer, Haus, Garten etc).
• Legen Sie die Spielzeit fest. Zwischen zehn Minuten und zwei Stunden.
• Läßt sich gut mit der Küchenuhr stoppen.
• Die Treffer werden am Ende der Spielzeit auf einem weißen
• Din-A4-Blatt gezählt. Ein sauberer Treffer zählt drei Punkte.
• Ein blutroter Treffer nur zwei Punkte.
• Alle mechanischen Techniken sind erlaubt.
• Der Einsatz von Chemie fällt unter das Doping-Verbot.
 

 
   
 
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